In La Statione wird die gesamte Entwicklung der Eisenbahn in Deutschland, vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bis in die heutige, moderne Zeit dargestellt. Verteilt auf vier getrennte Anlagen, alle im Maßstab 1:87 (H0), kann das epochengerechte Umfeld, die stilistisch passende Bebauung und die jeweils typische Signalisierung gezeigt werden.



Länderbahn bis 1925

Wie der Name schon sagt, hatten die einzelnen Länder in dieser Zeit auch ein jeweils eigenes Eisenbahnwesen. So unterschiedlich wie die technische Ausführung war auch die Farbgebung. Das führte zu einem farbenfrohen Gemisch an Loks, Personen- und Güterwagen.

Um möglichst viel davon zeigen zu können und doch die räumliche Trennung, zumindest zwischen Süd- und Norddeutschland, zu erhalten, war eine aufwendige Gleisführung gefragt. So kommt es, dass die bayrischen, württembergischen und badischen Züge in einem Streckennetz unterwegs sind, und als Kontrast dazu die preußischen in einem Zweiten. Um das ganze betrieblich noch interessanter zu gestalten gibt es einige internationale Luxuszüge die zwischen diesen beiden Systemen wechseln.
Eine abwechslungsreiche hügelige Landschaft, mit kleinen Einzelmotiven, bringt viel Stimmung und vermittelt einen guten Eindruck über das Leben in diesem Zeitabschnitt.

Diashow Epoche 1 - November 2007

Anlage technisch fertig und in Betrieb
Größe der Anlage: 61 qm, ca. 30 Züge im Einsatz
Landschaft im Bau


Reichsbahn von 1925 - 1947

Nach dem politischen Zusammenschluss der einzelnen Länder war es beschlossene Sache in Deutschland ein einheitliches Eisenbahnwesen aufzubauen. Die Züge wurden länger, die Lokomotiven mussten entsprechend größer und stärker werden. Mit schnellen Dieseltriebzügen wurden Städteverbindungen aufgebaut, die es ermöglichten, an einem Tag Hin- und Rückfahrt zu absolvieren und dazwischen alles was man vor hatte zu erledigen. La Statione wird diesem Geschehen mit einer großzügigen Hauptbahn, einem sehr seltenen Turmbahnhof und einer verträumten Nebenbahn mit drei kleinen Bahnhöfen gerecht.


Anlage technisch fertig und in Betrieb
Größe der Anlage: 43 qm, ca. 40 Züge im Einsatz

Diese Anlage bleibt vorerst ohne Landschaft, da es für viele Besucher von Interesse ist, den Unterbau und die Rahmenkonstruktion zu sehen. Außerdem sieht man zu diesem Zeitpunkt auch die gesamte Streckführung.



Bundesbahn von 1947 - 1977

Wieder war ein Krieg verloren und alles zerstört. Mit viel Engagement gingen die Eisenbahner den Wiederaufbau an. Gesprengte Brücken und Tunnels, total zerstörte Bahnhöfe und Gleisanlagen, alles musste wieder funktionieren. Das Auto gewann langsam den Vorzug gegenüber der Bahn. Also mussten preisgünstigst zu betreibende Züge her, oder die nicht viel benutzten Nebenbahnen wären schon damals geschlossen worden. Da kam ein neu konstruierter Dieseltriebwagen als "Retter der Nebenbahn" gerade recht. Der VT 98. Aber auch im Schnellverkehr tat sich schon Mitte der 50er Jahre wieder Beachtliches. Die mit einer markanten Stirnfront versehenen TEE-Triebszüge sorgten europaweit für hoch komfortables Reisen zwischen den einzelnen Metropolen.


La Statione wird in dieser 3. Epoche mit einer ca. 58 qm großen Anlage und ca. 70 Zuggarnituren diesem vielfältigen Geschehen im Modell nachkommen. Dabei wird es eine modellbautechnische Herausforderung sein, eine wichtige Türe mit einer minimalen Durchgangshöhe von 1,67 cm mit den Zügen zu überfahren. Ein großer Personen- und ein ebenfalls beachtlicher Güterbahnhof, nebst Bahnbetriebswerk, sind die Eckpfeiler dieser mit Sicherheit interessanten Epoche.


Diese Anlage ist in Planung, der Baubeginn ist
für Mitte 2007 vorgesehen. Größe der zukünftigen Anlage:
58 qm, ca. 70 Züge in Planung


Moderne Bahn ab 1977

Über den Beginn dieser Epoche wird unter den Modellbahnern noch heftig diskutiert. Die einen sagen, als 1968 die Computernummern eingeführt wurden, begann ein neues Zeitalter für die Bahn. Andere, und dazu gehören auch wir von La Statione meinen, dass die Änderung einer Nummer kein Grund ist, eine neue Epoche einzuleiten. 1977 war das Ende der Dampfzeit und das war mit Sicherheit ein einschneidendes Datum. 1991 wurde in Deutschland der Schnellverkehr mit ICE-Zügen auf Neubaustrecken aufgenommen.


In La Statione wurde die moderne Zeit auf 64 qm in zwei Ebenen realisiert. Schnelle ICE´s, der Thalys und der Cisalpino fahren auf einer Neubaustrecke, dazu moderne Container- und Ganzzüge mit Erz, Holz oder Öl beladen auf zwei Hauptstrecken.
Rund 80 Zuggarnituren zeigen auch den vielfältigen Nahverkehr und die modernen lokbespannten IC, Auto im Reisezug oder CityNightLine Fernbahnzüge. Und so schließt sich der Kreis. Waren früher, als die Eisenbahn noch in den Kinderschuhen steckte, viele Strecken auf Grund von privater Initiative gegründet und betrieben worden, ist es auch heute wieder so. Eine bunte Vielfalt an privaten Güter- und Reisezügen sorgt für viel Abwechslung bei der Bahn.

Diashow Epoche 4 und 5 - Frühjahr 2010

Anlage sowohl technisch als auch landschaftlich fertig und in Betrieb
Größe der Anlage: 64 qm, ca. 80 Züge im Einsatz


Sonderbeitrag zu Epoche 4

Es war Anfang 2007 als mich Herr Wutzmer von der Firma Modelleisenbahn GmbH, besser unter dem Markennahmen „ROCO“ bekannt, anrief und mir eine Ausstellungsanlage anbot. Hintergrund war, dass die Firma ROCO von ihrem bisherigen Gleissystem Roco-Line auf das neue Gleissystem Geo-Line wechselte. Da diese angebotene Schauanlage aber komplett mit Roco-Line aufgebaut war und sich das nur extrem schlecht hätte tauschen lassen, war die Anlage für die Firma ROCO nicht mehr zu gebrauchen. Einzige Grundbedingung: wir mussten die Anlage selbst in Salzburg abholen. Bei den Abmaßen 7,7 x 1,7 m gar kein so leichtes Unterfangen. Ich habe das mit den Helfern in La Statione besprochen und nach Ansicht einiger Fotos waren wir einhellig der Meinung, dass es zur Bereicherung von La Statione beitragen würde.

Also wurde ein LKW gemietet und Gerd und ich fuhren nach Salzburg. Nach 2 Stunden Schinderei und der Mithilfe von Herrn Schröter von ROCO war die Anlage, die man in 6 Segmente zerlegen kann, verladen. Nach einem stärkenden Mittagessen ging es wieder zurück nach Speichersdorf, wo die Anlage ohne größere Blessuren im ersten Stock, bei La Statione, glücklich ankam.

Hier ist es an der Zeit, den Erbauer der Anlage zu nennen: Es waren die Modellbahnfreunde Bexbach eV. Und diese Modellbahnfreunde, in Person von Herrn Kassel, halfen uns auch weiter, indem sie uns mehrere Pläne der Anlage zur Verfügung stellten. Natürlich waren wir alle neugierig und die erste Arbeit war, die Anlage wieder zusammenschrauben und mit Probefahrten zu beginnen.

Hier bewies sich das erste Mal der grundsolide Aufbau der Anlage, denn es lief alles sofort auf Anhieb. Allerdings merkten wir auch sehr schnell, dass diese Anlage für einen Modellbahnbetrieb so nicht geeignet war. Denn der Aufbau war denkbar einfach und darauf zugeschnitten, dass die Firma ROCO ihre Produkte ins rechte Licht fahren konnte. Was heißen will: Es exsistierten 5 Gleiskreise, die sich nirgends überschneiden und darauf fahren 5 Züge nonstop. Dazu kommt noch ein Extra-Kreis für die H0e-Spurweite. Aber wie gesagt, die Anlage besteht aus 6 Modulen und die sind alle einzeln verdrahtet. Das bedeutet, Anschlusskabel gibt es genügend und mit wenig Aufwand konnten noch ein paar zusätzliche angebracht werden. Ausgestattet mit Steuerbausteinen der Firma Gebhardt ist heute ein 12-Zugbetrieb plus H0e möglich. Die Züge bleiben im Bahnhof vorbildgerecht stehen, werden also zum Anfahren und Bremsen stufenlos geregelt. Es kann auch mit Wendezügen im Schiebebetrieb gefahren werden.

Die Anlage haben wir letztendlich der Epoche 4/5 zugordnet, fahren aber Züge der frühen Epoche 4 Das heißt Dampfloks mit Computernummern, die 218 217 im Farbversuchskleid beige/rot und es fährt auch der „Retter der Nebenbahn“, VT 98, natürlich schon als 798/998. Eine 66er mit 4 „Umbauwagen b4yg“ und eine V 200 mit dem „Touropa-Ferienzug“, usw. Auch landschaftlich soll die Anlage in den bestehenden Epoche 4/5-Teil integriert werden. Stephan ist schon mit viel Eifer dabei. Er legt einen großen Badesee an und von diesem geht dann eine Kabinenseilbahn mit 3 m Länge auf den benachbarten Berg. Roland hat die ersten Akzente mit Beleuchtungen gesetzt und für die auch hier alljährlich stattfindende Weihnachtszeit wird es einen großen Christbaum geben.

So hat La Statione dank der Firma „ROCO“ und den Modellbahnfreunden Bexbach eV. eine weitere Attraktion dazu bekommen.

Diashow zur Roco-Anlage